Schätzungsweise 5% der Bevölkerung und mehr als 10% der über 65-jährigen Menschen leiden unter einem Restless legs Syndrom (RLS). Obwohl somit etwa so häufig wie Migräne ist RLS als eigenständiges Krankheitsbild noch immer wenig bekannt. Quälende Missempfindungen vor allem in den Beinen in Ruhe und in Entspannungssituationen, überwiegend nachts auftretend und mit chronischen Schlafstörungen und erhöhter Tagesmüdigkeit verbunden, bewirken bei Betroffenen einen erheblichen Leidensdruck. Dennoch vergehen oft Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt und mit wirksamen Behandlungsmaßnahmen geholfen wird.
Aus den genannten Gründen ist RLS in die Reihe der Praxisschwerpunkte des Neurologischen Facharztzentrums Berlin aufgenommen worden.
Eingehende Erhebung der Anamnese, Ausschluss anderer zugrunde liegender Störungen und eventuell ambulante Schlafanalyse mit Langzeit-EEG-Ableitung und Bewegungsanalyse ermöglichen fast immer die exakte Diagnose, die Einweisung in ein Schlaflabor ist meist nicht nötig.